Schlag auf Schlag ging es vergangenes Wochenende wieder bei den Minigolfern in Bad Mergentheim. Seit Ende März waren die Spieler ununterbrochen jedes Wochenende unterwegs. Sei es in der Liga, zur Württembergischen Rangliste oder die vereinsinternen Turniere. So stand dieses mal das "BGC Pokalturnier“ auf dem Terminplan. Gespielt wurde auf der vereinseigenen Anlage am Stadion. Die Wettervorhersage ließ auf ein anstrengendes Turnier schließen - heiß, heißer am heißesten…..

Nach kurzer Einspielphase am Morgen und Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Klaus Huhn sowie Sportwart Patric Sprung wurden die Paarungen ausgelost. Gespielt wurde immer in Dreier-Paarungen. Start war dieses mal eine halbe Stunde früher als gewohnt um 9.30 Uhr. Bereits jetzt waren einige Bälle durch die hohen Temperaturen zu schnell. Die Hartgummibälle werden weicher und stoßen um einiges stärker an der Bande. Kaum eine gute Runde wurde zu Beginn des Turnieres gespielt. Lediglich Patric Sprung und Marianne Weber schafften mit 23 bzw. 24 Schlägen ein ordentliches Ergebnis. Michael Huhn kam gut aus den Startlöchern und schien am besten mit den Temperaturen zurecht zu kommen. Er schaffte gleich zu Beginn eine fast perfekte Runde. Lediglich an Bahn vier, dem Salto, benötigte er zwei Schläge und verbuchte damit 19 Schläge auf seinem Konto. Nach den ersten drei folgten Martina Huhn (25), Gerhard Puschner (26) und Karl Otto Weber (27), also jeweils einen Schlag schlechter. Der Rest des Feldes musste sich deutlich steigern um wieder Anschluss zu finden.

Auch in Runde zwei bot sich ein ähnliches Bild. Viele Spieler kamen nicht mit den Bedingungen zurecht. Gerade die etwas Älteren hatten doch mit der Hitze zu kämpfen. Renate Jockel konnte sich dennoch auf 28 Schläge steigern, sie verpatzte ihre erste Runde total. Karl-Otto Weber und Martina Huhn bestätigten ihre Vorrunden mit 27 bzw 25 Schlägen. Marianne Weber verschlechterte sich um einen Schlag auf 25 Schläge und lag nach der Hälfte des Turniers auf Platz 3. Gerhard Puschner verbesserte sich um 2 Schläge und kam auf 24 Schläge, was den geteilten 4 Platz bis dahin bedeutete. Er teilte sich diesen mit Martina Huhn. Patric Sprung spielte erneut eine gute 23er Runde und setzte Michael Huhn damit unter Druck. Dieser durfte sich nicht auf der guten ersten Runde ausruhen. Dies tat er auch nicht. Mit einer erneut sehr guten Runde, dieses mal 22 Schläge, baute er die Führung auf bereits fünf Schläge vor Patric Sprung aus.

Zu Beginn der dritten Runde zeigte das Thermometer bereits 34 Grad an. Die Bälle waren mittlerweile so weich, dass sie teilweise zu Raketen mutierten. So wie man bei Kälte die Bälle wärmt, musste man nun versuchen diese abzukühlen oder eben einen entsprechend langsameren Ball für das Bandenspiel wählen. Nun kam die Zeit von Karl-Otto Weber. Er kam immer besser in das Turnier und griff noch einmal an. In Runde drei legte er mit 22 Schlägen die beste Runde hin und schob sich weiter nach vorne. Seine Frau Marianne hingegen erwischte eine eher schlechte Runde, kam nun auf 29 Schläge und verlor damit den bisherigen 3 Platz. Patric Sprung spielte ein absolut konstantes Turnier und erreichte seine dritte 23er Runde. Gerhard Puschner war über seine Runde sehr enttäuscht. Er kam nur auf 27 Schläge und hatte es nun schwer den Anschluss zu halten. Auch Martina Huhn musste ihren Traum von Platz drei begraben. Mit 29 Schlägen war sie nun zu weit weg um noch mal eingreifen zu können. Michael Huhn verteidigte seine Führung, auch wenn er in Runde drei mit 24 Schlägen sein schlechtestes Ergebnis gespielt hatte. Mit vier Schlägen Vorsprung ging es nun in die vierte und letzte Runde. Konnte sich noch jemand verbessern? Wer würde Platz 3 belegen? Konnte noch jemand in die Pokalvergabe für die „Beste Einzelrunde“ eingreifen ?

Bei Gerhard Puschner war die Luft raus und mit 28 Schlägen (105 Gesamt) landete er nur auf Rang 6 - für ihn zu wenig! Martina Huhn spielte in der letzten Runde ihr bestes Ergebnis. Mit der einzigen grünen Runde von 23 Schlägen und 102 Gesamtschlägen landete sie auf Rang 5. Mit nur einem Schlag weniger (101 Gesamt) kam Marianne Weber ins Ziel. Sie versuchte tatsächlich noch einmal die beste Einzelrunde anzugreifen. Bis 4 Bahnen vor Schluss nur einen Fehler. An der eigentlich leichten Bahn „Netz“ versagten ihr aber die Nerven oder die Konzentration ließ nach. Sie patzte hier schwer und kam am Ende der Runde dann doch noch auf 23 Schläge, was letztendlich der 4. Platz war. Ihr Mann Karl-Otto spielte ebenfalls 23 und sicherte sich nach einer guten zweiten Hälfte des Turnieres das Podium. Er belegte mit 99 Gesamtschlägen den 3. Platz. Der bis dahin hervorragend spielende Patric Sprung musste dann den Bedingungen auch Tribut zollen und schaffte nur 27 Schläge, was aber dennoch mit 96 Gesamtschlägen Platz zwei bedeutete. Platz eins ging, wie auch schon beim Eröffnungsturnier, an Michael Huhn. Mit 23 Schlägen und 88 Gesamtschlägen konnte der Spieler aus der 2. Bundesliga den zweiten vereinsinternen Sieg für sich verbuchen. Auch der Titel der „Besten Einzelrunde“ ging an Michael Huhn durch die 19 aus der ersten Runde. Als Fazit bleibt, dass es unter den Bedingungen wirklich schwer zu spielen war. Teilweise sehr gut gespielte Bälle wurden auf den aufgeheizten Platten so schnell, dass sie nicht mehr fallen konnten.

Das nächste Vereinsturnier ist dann das KO-Turnier bei dem die Karten wieder ganz neu gemischt werden. Bereits nächste Woche muss die BGC Mannschaft in der Verbandsliga in Metzingen ran und wird dort versuchen, möglichst viele Punkte mitzunehmen, Viel Glück und „Gut Schlag“ hierfür.