Jeder kennt es, doch noch zu wenige wissen, dass es eine ganz normale Sportart mit Wettkämpfen, Ligen, Welt und Euromameisterschaften ist.

 

Minigolf, bzw Bahnengolf unterscheidet man in 5 verschiedene Systeme: Minigolf, Miniaturgolf, Cobigolf, Sterngolf und Filzgolf

 

Gespielt wird meist mit einem Schläger und vielen vielen verschiedenen Bällen die alle andere Eigenschaften haben,

auf verschiedenen Belägen und Bahnformaten werden unterschiedlichste Anforderungen gestellt, gerade spielen, über Bande, mit Schnitt, ohne Schnitt und und und.........



Man hat 6 Versuche den Ball vom Abschlagspunkt ins Loch zu befördern, gelingt dies nicht erhält man einen Strafpunkt und eine "7" wird notiert, ansonsten die entsprechend benötigte Schlagzahl. Der Spieler bzw Mannschaft mit der geringsten Schlagzahl gewinnt.

 

 

Die 5 verschiedenen Bahnensysteme:


Minigolf System Beton

Minigolf hat 12 m lange und 1,25 m breite genormte Betonbahnen (außer der ca. 25 m langen Weitschlag-Piste), die einschließlich Hindernissen in vorgeschriebener Reihenfolge angelegt sein müssen. Die Abschlagmarkierung auf Minigolfbahnen ist immer ein Kreis mit einem Durchmesser von 30 cm in der Mitte der Banden am Bahnanfang. Der Mittelpunkt hat einen Abstand von 40 cm vom Bahnanfang und ist durch eine kreisförmige Markierung mit einem Durchmesser von maximal 8 cm gekennzeichnet. Die Bahnbegrenzung bilden Flacheisen- bzw. Rohrbanden. Die Hindernisse sind Aufbauten aus Beton oder Naturstein.
Minigolf
Minigolf System Eternit

Minigolf/Eternit hat 6,25 m lange und 0,90 m breite genormte Bahnen. Diese bestehen aus Zementplatten (Eternit), die in Eisenwinkelrahmen verlegt sind. Es gibt insgesamt 20 genormte Minigolfbahnen mit oder ohne Hindernissaufbauten. Abschlag ist immer das gesamt Abschlagsfeld. Von den Banden darf ein liegengebliebener Ball 20 cm abgelegt werden, vom Hindernis 30 cm.
Miniaturgolf
Cobigolf

Cobigolf dürfte wohl den wenigsten bekannt sein, da es recht selten ist. Es gibt zwei verschiedene Arten von Cobigolf: Großcobigolf und Kleincobigolf. Auf beiden Arten muss der Spieler den Ball erst durch ein oder zwei Törchen spielen, bevor er eingelocht werden kann. Unter Groß-Cobi versteht man Betonbahnen mit den gleichen Ausmaßen wie beim Minigolf. Auch hier gibt es einen Weitschlag – manchmal auch zwei.
Beim Klein-Cobi sind die Bahnen aus Eternitplatten und verfügen über die gleichen Maße wie beim Miniaturgolf. Auch hier gibt’s die berühmten Törchen ähnlich dem Krocket.
Cobigolf
Sterngolf

Sterngolf wird ebenfalls auf Betonbahnen gespielt. Sie sind ca. 8 m lang und 1 m breit. Der Endkreis hat einen Durchmesser von 2 Metern. Die Hindernisse sind auf jeder Anlage gleich, nur die Reihenfolge kann jeweils verschieden sein. Die Bahnen werden aus Rohrbanden begrenzt. Die letzte Bahn hat dem System den Namen gegeben. Hier ist der Endkreis in Form eines Sterns angelegt, das Zielloch ist auf einem kleinen Hügel angebracht.
Sterngolf
Filzgolf

Aus dem skandinavischen Raum stammen die Filzbahnsysteme. Eine Filzgolfanlage besteht aus 18 Bahnen die aus 25 genormten Hindernisarten gewählt werden können. Die Länge der Bahn kann zwischen 6 und 18 Meter liegen, die Breite zwischen 80 und 90cm. Der "Zielkreis" ist achteckig und kann eine Breite zwischen 1,60 und 2,40m haben. Die Banden bestehen aus Holz und die Spielfläche ist mit einem teppichartigen Filz belegt. Der Ball wird von einer Abschlagplatte vom Bahnanfang gespielt.
Filzgolf



 

Die Bälle:

Golfb�lleIm Gegenteil zum Rasengolf, bei dem die Spieler eine Vielzahl von Schlägern mit sich führen, reicht dem Minigolf ein einziger Schläger für alle Bahnen. Die Vielfalt liegt hier in der großen Auswahl des Ballmaterials. Dies war allerdings nicht immer so. Noch 1958 kannte man nur zwei Bälle, den aus dem Großgolf stammenden "Erisball" und den etwas langsameren "Waffelball". Doch mit der Erkenntnis, dass mit einem, den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Bahnen angepasstem Ballmaterial auch bessere Ergebnisse zu erzielen sind, nahm die Entwicklung einen rasanten Verlauf. Heute gibt es Hunderte Bälle von verschiedenstem Umfang und Gewicht. Kleinste Abstufungen vom schnellsten bis zum langsamsten Ball sind erhältlich. Für den Einsteiger ist allerdings nicht ein voller Ballkoffer wichtig, sondern vielmehr eine optimale Zusammenstellung des für seinen Heimplatz notwendigsten Ballmaterials. Es erfordert einige Geduld, um das Tempo eines Balles in den Griff zu bekommen oder sein Bandenverhalten bei unterschiedlicher Witterung und Schlagstärke richtig einzuschätzen. Wer auf diversen Anlagen spielt, wird schnell erfahren, dass die gleichen Bahnen zum Teil mit deutlich abweichenden Bällen gespielt werden müssen um optimale Ergebnisse zu erzielen. Da schwillt der Ballkoffer automatisch an. Sind die Bahnen der turniergerechten Minigolfanlagen auch einheitlich genormt, so weisen sie doch Unterschiede auf. Unter den Betonbahnen gibt es auch solche mit und ohne Lackierung, wobei die unlackierten Bahnen im allgemeinen rauer sind und somit das Spielen von schnelleren Bällen ungefährlicher ist als auf den schnelleren lackierten Bahnen. Hanglage, Witterungseinflüsse über Jahre hinweg oder das Absinken des Untergrundes können den Bahnen en Gefälle geben, das auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, beim Lauf des Balles aber deutlich wird. Auch solche Gegebenheiten erfordern die entsprechende Auswahl der Bälle.


Der Schläger

Schl�gerBei der Anschaffung eines Turnierschlägers sollte man sorgfältig überlegen, welcher Neigungswinkel, welches Gewicht sich am besten eignet. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Körpergröße. Ist der Schläger zu klein, wird der Rücken durch extrem gebeugte Schlaghaltung zu sehr beansprucht ist er dagegen zu groß, kann er vom Spieler nicht optimal kontrolliert werden. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Frage: Beton- oder Eternitspieler? Die Betonbahn darf beim Abschlag und während des Spiels betreten werden, während bei der Eternitbahn das Gegenteil der Fall ist. Die Entfernung zwischen Spieler und Ball ist hier also größer und erfordert einen stärkeren Neigungswinkel des Schlägers. Während auf Beton sowohl L- als auch T-förmige Schläger problemlos gehandhabt werden können, ist ein Bespielen der Eternitbahnen mit steilwinkeligen T-Schlägern äußerst ungünstig. 

 

Die Haltung des Schlägers:

TechnikBeide den Schläger führende Hände sollen am Griff eine geschlossene Einheit bilden. Sie müssen also dicht beieinander am Schläger liegen. Rechtshänder umfassen den Schläger so, dass die linke Hand am oberen Ende des Schaftes liegt, die rechte als "Führhand" unmittelbar darunter. Bei Linkshändern ist dies umgekehrt. Dabei müssen die Hände den Schaft fest umgreifen, ohne aber zu verkrampfen. Ob dabei Daumen und Zeigefinger um den Schläger gekrümmt bleiben (Faustgriff) oder die Zeigefinger seitlich am Schlägerschaft entlangliegen (Zeigefingergriff) ist die Sache des Ausprobierens. Zwar begegnet man auf den Minigolfanlagen oft den exotischsten Schlagstellungen, doch sind die nicht unbedingt nachahmenswert. Allerdings lässt sich aufgrund des Verbotes, Eternitbahnen zu betreten, die vorgeschriebene Schlagstellung auf Beton leichter einhalten.

Die Schlagstellung:

Für den Geradschlag wie für den Bandenschlag gilt folgende Grundregel: Ball und Füße bilden ein etwa gleichwinkeliges Dreieck. Beide Füße stehen parallel zur Schlagrichtung.